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AC

AC bedeutet Auto Carrier und bezeichnet dreirädrige Rikscha-ähnliche Fahrzeuge, die vom britischen Unternehmen Autocar and Accessories Ltd. hergestellt wurden. Diese Firma wurde 1901 von den Gebrüdern Weller in London gegründet und versuchte sich von Anfang an im Automobilbau – auch von vierrädrigen Gefährten. Erfolg versprechend war jedoch nur der AC und so konzentrierten sich die Wellers auf den Bau des kleinen Transportfahrzeuges. Doch damit nicht genug, sie übernahmen 1911 die Marke Auto Carrier (später in AC vereinfacht) auch als neuen Firmennamen, um den Wiedererkennungswert zu erhöhen.

Kurz darauf entwickelte John Weller einen Motor mit oben liegender Nockenwelle. Dies allein ist noch nicht der Erwähnung wert. Oben liegende Nockenwellen waren im Motorsport seinerzeit gängig, außergewöhnlich war nur, dass der Weller-Motor für Straßenautos gedacht war. Das war neu. Der Motor war dabei so erfolgreich, dass er den kommenden Jahrzehnten genutzt wurde, ohne dass größere Änderungen nötig waren. Bis in die 50er Jahre wurden bei AC Autos gebaut, doch dann ging es allmählich abwärts. Die Absatzzahlen gaben nach, erst wurde die Motorenproduktion eingestellt und Anfang der 60er Jahre sah es auch für die Autoproduktion zunehmend düster aus.

Von ganz unten nach ganz oben und zurück

Es schien, als würde wieder einmal die Zeit eines der kleinen Hersteller, die bereits zur Jahrhundertwende gegründet worden waren, ablaufen. Doch es kam anders. Der amerikanische Rennfahrer Carroll Shelby hatte Gefallen an den AC gefunden und machte sich für deren Fortbestand stark. Die Produktion wurde nach Santa Fe ausgelagert und unter Verwendung eines Ford V8-Motors entstand die AC Shelby-Cobra. Die Kombination aus außergewöhnlich wenig Gewicht und einem extrem leistungsfähigen Motor ließ das neue Auto hervorragende Resultate erzielen und die Cobra zum Kultauto avancieren. Einige der für Shelby hergestellten Cobras sind heute äußerst seltene Sammlerstücke. Die Namensrechte an Cobra blieben übrigens im Besitz Shelbys, der diese an Ford veräußerte.
In London versuchte man sich trotzdem an Nachfolgemodellen (wenn auch unter anderem Namen), konnte das gute Image aber nicht gewinnbringend nutzen.

Besitzerwechsel, neue Produktionsstandorte und sogar ein neuer Name (Anfang der 80er Jahre wurden einige AC als Autokraft produziert) prägten die nächsten Jahre, bevor Mitte der 90er wieder einmal das Ende von AC gekommen schien.

Doch wieder kam es anders. AC überlebte bis heute, aber die Begleiterscheinungen wurden nicht unbedingt besser. Die Besitzer wechselten seit 1996 als Alan Lubinsky übernahm, zwar nicht mehr, dafür wurden zahlreiche neue Produktionsstätten angekündigt oder gar ausprobiert – letztlich wurden jedoch immer wieder nur einige Einzelstücke hergestellt.

Seit 2009 ist AC nun in deutscher Hand, die „AC Cars by Gullwing GmbH“ ist offizieller Lizenzinhaber, die Firma gehört Alan Lubinsky.

Modelle des Herstellers

16/70 SPORTS

Baujahr: 1937

Bild AC 16/70 SPORTS 1

427 COBRA

Baujahr: 1965 - 1968

428 CONVERTIBLE

Baujahr: 1966 - 1972

428 COUPE

Baujahr: 1966 - 1972

ACE

Baujahr: 1953 - 1954

ACE

Baujahr: 1953 - 1960

Bild AC ACE 1953-1960 1

ACE

Baujahr: 1954 - 1963

Bild AC ACE  1

2009 waren noch 122 Exemplare dieses Fahrzeugtyps bekannt.

ACE 2.6

Baujahr: 1961 - 1963

ACECA

Baujahr: 1955 - 1963

COBRA 289

Baujahr: 1963

Bild AC Cobra 289 Hawk 2

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