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Alfa Romeo

In Italien wird gerne auf weitere gute 100 Jahre angestoßen. „Cent’ anni“ heißt dieser Trinkspruch und diesen werden die Verantwortlichen von Alfa Romeo dieser Zeit recht häufig hören. Die Firmengründung von A.L.F.A (Aktiengesellschaft Lombardische Automobilfabrik) geht auf das Jahr 1910 zurück, ihr Produktionsstandort in Mailand wurde jedoch bereits 1907 gegründet. Der französische Unternehmer Alexandre Darracq hatte dort kurz nach seiner Trennung von Opel unter Beteiligung einiger lombardischer Geschäftsleute ein Werk gegründet. Da die französischen Fabrikate sich jedoch auf dem italienischem Markt nicht behaupten konnten, übernahmen seine Partner nach nur wenigen Jahren die Aktienmehrheit von Darracq und widmeten sich fortan der Entwicklung eigener Modelle.

Dazu wurde als Chefingenieur Giuseppe Merosi eingestellt, der zuvor in der Rennsportabteilung von Fiat aktiv war. Somit war der sportliche Stil der Marke begründet, denn bereits der Erstling, der HP24 wurde 1911 in Rennen eingesetzt. Merosi erlebte während seiner Amtszeit (bis 1923) auch den Einstieg von Nicola Romeo mit.

Während des 1. Weltkrieges erlebte der Konzern den Umbau vom Automobil- zum Rüstungsproduzenten. Liquiditätsprobleme, die auch durch den endgültigen Ausstieg von Alexandre Darracq beschleunigt wurden, führten letztlich zur Übernahme durch einen von Nicola Romeo geführten Rüstungskonzern. Dessen Name wurde 1920 in den Firmennamen übernommen, also zu einem Zeitpunkt, an dem die zivile Autoproduktion bereits wieder begonnen hatte.

Finanzielle Probleme als ständiger Begleiter

Technisch entwickelte sich das Unternehmen rasch weiter, wofür zahlreiche Erfolge bei diversen Rennen Zeugnis ablegen. Dies verhilft der Marke zu einem guten Image und einem höher werdenden Bekanntheitsgrad im Ausland. Es gelingt jedoch nie, diese positiven Faktoren in ein gutes wirtschaftliches Ergebnis umzuwandeln. So wächst der Einfluss der Banken, die Nicola Romeo mehr und mehr aus dem Unternehmen drängen und 1933 wird Alfa Romeo schließlich von Benito Mussolini verstaatlicht.

Auch nach dem Krieg ändert sich nicht viel, technischen Entwicklungen wie der Giulietta und der Giulia stehen aufgrund der hohen Produktionskosten und Verkaufspreise weiterhin schlechte Absatzzahlen gegenüber. Als Alfa Romeo diesen Trend durch die Produktion von Mittelklassemodellen wie dem Alfasud (erstes Modell mit Frontantrieb) und dem Arna zu stoppen versucht, entstehen aufgrund von Produktionsfehlern an einem neuen Produktionsstandort in Süditalien zunehmend Imageprobleme, welche die finanziellen Schwierigkeiten des Konzerns noch vergrößern.

1986 wird Alfa Romeo schließlich an den Fiat-Konzern veräußert, ein Schritt der sich durchaus positiv auswirkt, entstehen doch zur Jahrtausendwende wieder einige erfolgreiche Modelle, die auch technisch wieder an alte Alfa Zeiten erinnern lassen. Kritiker bemängeln jedoch die große Nähe zur „Mutter“ Fiat und weitreichende Ähnlichkeiten im Angebot beider Unternehmen.

Modelle des Herstellers

1.5 SPRINT

Baujahr: 1983 - 1987

1.5 SPRINT VELOCE

Baujahr: 1979 - 1983

1.6 SPIDER
'Gummilippe'

Baujahr: 1983 - 1986

Bild Alfa Romeo 1.6 SPIDER (1983-86) 1

1.6 SPIDER

Baujahr: 1990 - 1994

1300 NUOVA SUPER

Baujahr: 1974 - 1978

Bild Alfa Romeo 130 Nuova Super 1

1300 SPIDER JUNIOR

Baujahr: 1968 - 1970

1300 SPRINT

Baujahr: 1964 - 1965

1600 SPIDER

Baujahr: 1972 - 1980

1600 SPIDER DUETTO
'Rundheck'

Baujahr: 1966 - 1968

Bild Alfa Romeo 1600 SPIDER DUETTO 2

1600GT JUNIOR Z

Baujahr: 1972 - 1975

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