Alvis
Alvis war eine Marke, unter der T.G. John in der 1919 gegründeten gleichnamigen Firma Autos vermarktete. 1920 erfolgte aufgrund des erfolgreichen ersten Modells, des Alvis 10/30, bereits die Umfirmierung in Alvis Car and Engineering Company Ltd. Die Firma wuchs schnell und hatte sich Ende der 20er Jahre mit eleganten Karosserien (die in Auftragsarbeiten entstanden) und technischen Innovationen auf dem britischen Automarkt etabliert.
Der Krieg war für das inzwischen in Alvis Ltd. umbenannte Unternehmen ein sehr negativer Einschnitt, da die Fertigungsstätte in Coventry von der Deutschen Luftwaffe 1940 völlig zerstört worden war. Trotzdem gelang es, in bescheidenem Umfang in der Flugzeugmotorenproduktion aktiv zu sein und so zu überleben.
Trotz widriger Umstände – nicht nur die eigene Fabrik war weitestgehend zerstört, auch eine Großzahl der bisherigen Karosseriebauer hatte den Krieg nicht überlebt – versuchte Alvis nach dem Krieg an die erfolgreichen Zeiten anzuknüpfen, tat sich dabei aber recht schwer.
Die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Karosseriebauer Hermann Graber war in kreativer Hinsicht noch einmal ein großer Wurf, aber letztlich waren die Produktionskosten der Alvis einfach zu hoch. Nach fast 20 Jahren voller finanzieller Unsicherheit endete das Kapitel Alvis 1965 mit der Übernahme durch Rover, welches die Marke schon nach kurzer Zeit auslaufen ließ.

