Aston Martin
Robert Bamford und Lionel Martin gründeten 1913 in London eine Autowerkstatt mit angeschlossenem Verkauf von Singer-Fahrzeugen. In ihrer Werkstatt tunten die beiden auch einige der Singer und andere Modelle und wendeten das erlernte Wissen dazu an, ein erstes eigenes Auto zu bauen. 1921 war es soweit und bereits 1922 erfolgte die Umbenennung in Aston Martin. Robert Bamford war zu diesem Zeitpunkt bereits wieder aus der Firma ausgestiegen und Lionel Martin ließ seine Begeisterung für das Bergrennen Aston Hill in den neuen Namen Aston Martin einfließen. Die kleine Firma hielt aber nur drei Jahre durch, 1925 wuchsen Martin die Kosten über den Kopf, er schied aus und machte den Weg für neue Investoren frei.
In der nächsten Dekade gaben zwei italienische Brüder den Ton an: Enrico und Cesare Bertelli investierten Geld und Know-how und verschafften Aston Martin mit dem 1927 konstruierten 1,5-Liter 4-Zylinder-Motor sowie dem Zweisitzer International ein Jahr später zu ersten Erfolgsmodellen.
Bei Aston Martin blieben die Zeiten bis zur Übernahme durch David Brown turbulent. Der zwischenzeitliche Besitzer Arthur Sutherland vermochte es nicht, Aston Martin in ein ruhiges Fahrwasser zu lenken, der Krieg führte zudem zu einer Produktionsverknappung.
David Brown rettet Aston Martin 1947
Erst 1947 sollte sich für Aston Martin schließlich alles zum Besseren wenden. Der Traktorenfabrikant David Brown stieg in die Automobilproduktion ein und rettet mit seinen Investitionen Aston Martin. Seine Initialen DB schmücken die Autos, die in den folgenden knapp 30 Jahren in der neuen Produktionsstätte Newport Pagnell hergestellt werden.
Trotz der finanziellen Unterstützung und des eingebrachten Know-how (Brown veranlasste den Kauf des Konkurrenten Lagonda) dauerte es jedoch noch einmal ca. 10 Jahre bevor Aston Martin endgültig den Erfolgsweg eingeschlagen hatte. In der zweiten Hälfte der 50er Jahre setzte Brown wieder verstärkt auf die werbende Wirkung des Rennsportes. Rennautos entwickeln, mit diesen Erfolge einfahren, die Rennmodelle zur Serienreife bringen und anschließend gut verkaufen. So sah das einfache Rezept von Brown Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre aus. So verlief es auch beim berühmtesten aller Aston Martin und einem der berühmtesten Autos überhaupt. Der 1963 vorgestellte Aston Martin DB5 wurde mit seinem Auftritt in Goldfinger 1964 zum James-Bond-Auto schlechthin und fand sich als Modell in unzähligen Kinderzimmern und Sammlungen wieder.
Aston Martin war in aller Munde, doch wirklich wohlhabend war das Unternehmen nicht. Als Brown 1972 ausschied brach daher auch schon recht bald das finanzielle Chaos aus. Vorübergehende Eigentümer und Konkursverwalter gaben sich die Klinke in die Hand, bis zuletzt der rührige Victor Gauntlett die Übernahme durch die Ford-Gruppe vorbereitete.
Unter Ford verlief der weitere Weg der nunmehrigen Marke Aston Martin ruhig. Ford stellte exklusive Modelle im Hochpreissegment vor, entschloss sich aber Anfang des neuen Jahrtausends zum Verkauf. Seit 2007 befindet sich Aston Martin im Besitz einer Investorengruppe, die ihre Wurzeln im Motorsport hat und Aston Martin somit mit entsprechendem Respekt zu neuer Blüte führen will.
Modelle des Herstellers
15/98
Baujahr: 1937 - 1939
DB1
Baujahr: 1948 - 1950
Nachdem David Brown 1947 die "Aston Martin Motors Ltd." übernommen hatte, trug ein Großteil der folgenden Modelle mit dem Kürzel "DB" seine Initialen.

