Autobianchi
1885 gründete Edoardo Bianchi in Mailand eine gleichnamige Firma zur Fahrradproduktion. Über Motorräder entwickelte er sich weiter zum Autobauer und stellte 1931 seinen ersten Wagen vor. Die im Krieg zerstörte Fabrik war 1946 wieder aufgebaut, doch ohne den bei einem Unfall verstorbenen Patriarchen gelang es nicht, die nötigen Gelder aufzutreiben, um wieder mit der Autoproduktion zu beginnen.
Die Konzernführung wollte jedoch nicht so ohne weiteres klein beigeben und machte sich auf die Suche nach starken Partnern, die mit Fiat und Pirelli auch gefunden wurden. Gemeinsam wurde Autobianchi gegründet, wobei Bianchi seine Anteile schon nach wenigen Jahren an die zwei Partner veräußerte und sich endgültig aus dem Automobilbau zurückzog. Bianchi existiert übrigens auch heute noch und hat sich in seinem Kerngeschäft, dem Bau von Fahrrädern als einer der exklusivsten Hersteller der Welt etabliert. Auch der ehemalige deutsche Radstar Jan Ullrich fuhr einst auf und für Bianchi.
Autobianchi hingegen fungiert seit 1967 als hundertprozentige Tochter von Fiat und wurde dort genutzt, um neue technische Errungenschaften zu testen, bevor sie in den Großserien von Fiat Verwendung fanden. In den 80er Jahren wurde Autobianchi als Marke bei der Fiat-Tochter Lancia platziert und langsam auslaufen gelassen.

