BMW
Am 16. März 1916 gründete Gustav Otto, Sohn des Otto-Motor-Erfinders Nikolaus, das Gustav-Otto-Flugzeugwerk, welches später in Bayerische Flugzeugwerke und 1922 schließlich in Bayerische Motorenwerke AG umbenannt wurde.
Nachdem der Fokus in den ersten Jahren auf der Motorradproduktion lag, stieg das Unternehmen 1928 mit der Übernahme der Thüringischen Dixi-Werke in den Automobilbau ein. Dixi produzierte in Lizenz Nachbauten des Englischen Austin 7 – BMW setzte diese Produktion fort und nannte das Auto BMW 3/15.
Der erste eigene BMW, der AM1 Typ 3/20 wurde 1932 in enger Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz entwickelt. Mit der zunehmenden Emanzipation BMWs endete diese Zusammenarbeit aber recht bald.
Bevor sich BMW in der Kriegszeit wieder verstärkt seinem ursprünglichem Kerngeschäft dem Flugzeugmotorenbau widmete, entstanden bedeutende Autos wie die Limousinen 315/319, das Luxuscabriolet 327 und 1936 der Sport Roadster Typ 328.
Nachkriegsproduktion startet mit Motorrädern und der Isetta
1947 nahm BMW die Produktion in München wieder auf. Nach dem Start mit Motorrädern wurden recht bald auch wieder Autos produziert – erstmals in München, nachdem die Produktionsstätte in Eisenach ja nunmehr sowjetisch gesteuert wurde. Aber weder mit Motorrädern und Luxusboliden wie dem BMW 501 noch mit dem legendären Kleinstwagen Isetta gelang es, das Geschäft wieder anzukurbeln. Die hohen Verluste führten zu einem feindlichen Übernahmeversuch durch Mercedes-Benz Ende 1959, der erst in letzter Sekunde abgewehrt werden konnte.
Durch frisches Kapital, welches vom Industriellen Herbert Quandt eingebracht wurde, konnte die zuvor nicht existierende Mittelklassewagen-Produktion aufgenommen werden. Der BMW 1500 brachte 1962 den Umschwung, mit BMW ging es finanziell aufwärts.
Basierend auf diesen Erfolgen setzte bei dem Unternehmen unter der Ägide des Vorstandsvorsitzenden Eberhard von Kuenheim bis Anfang der 90er ein starker Wachstumskurs ein, der im Bau der markanten Firmenzentrale 1973 in München sowie der Errichtung des späteren Forschungs- und Innovationszentrums FIZ 1990 manifestiert wurde.
Die wirtschaftlich nicht erfolgreiche Übernahme von Rover 1994 (2000 mit Ausnahme einiger Namensrechte wieder veräußert) sowie der Erwerb der Marke Rolls-Royce 2003 markierten die Folgejahre.
Ein Ausrufezeichen setzte der Bayerische Motorenbauer zudem mit der Produktion des Hydrogen 7, der als einer der weltweit ersten Fahrzeuge komplett mit Wasserstoff angetrieben werden kann. Die 100 produzierten Einheiten dienten jedoch mehr dem Prestige, wurden sie doch in erster Linie an Prominente wie Placido Domingo oder Günter Verheugen verschenkt und zudem als Fahrdienst bei Veranstaltungen in Berlin eingesetzt.

