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Bugatti

Der gebürtige Italiener Ettore Bugatti war bereits recht früh vom Autovirus infiziert und baute schon im Alter von 19 Jahren in Eigenregie ein Auto. Nach ersten beruflichen Engagements – unter anderem bei Deutz in Köln – gründete er sein Unternehmen erst zehn Jahre später 1910 im damals Deutschen Molsheim/Elsass. Noch bis zur kriegsbedingten Produktionspause baute die Firma knapp 500 „Deutsche“ Bugattis.

1919 nimmt man die Produktion im inzwischen Französischen Molsheim wieder auf und konzentriert sich dabei ganz auf den Motorsport. Überragende Erfolge lassen den Mythos Bugatti nun erst so richtig entstehen, der Automobilbauer befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Höhepunkt seines Ruhmes. Genau die richtige Zeit, um sich an ein Projekt wie den Bugatti Royale zu wagen, fand wohl der Eigentümer und plante daher nicht mehr und nicht weniger als die prachtvollste jemals gebaute Limousine. Mit der einsetzenden Weltwirtschaftskrise brach Bugatti jedoch die Kundschaft weg, der Royale wurde lediglich sechsmal hergestellt.

Bugatti wird wieder Deutsch

1940 ist Molsheim besetzt, die Bugatti-Werke enteignet, die Produktion beendet. Bugatti selbst versucht nach dem Krieg den Neuaufbau, der aber durch seine Italienische Staatsbürgerschaft erschwert wird. Der Patron selbst stirbt 1947, doch die Firma lebt. Zumindest auf dem Papier, denn an die Vorkriegserfolge kann man auch unter der Führung von Bugatti-Sohn Roland in keinster Weise mehr anknüpfen. Es werden noch einige wenige, kommerziell nicht erfolgreiche Modelle produziert und in erster Linie alte Autos repariert. Das ein Großteil dieser Modelle „überlebt“ hat, lag übrigens an den Gebrüdern Schlumpf, die in ihrer Sammelwut eines der wohl beeindruckendsten Privatmuseen überhaupt gründeten und dort Unmengen von Bugatti-Modellen horteten.

Die Überreste der Firma Bugatti fusionierten 1963 mit Hispano-Suiza, die erhoffte Renaissance blieb aber aus. Erst 1987 wurde die Marke wieder mit Leben gefüllt, allerdings als Neugründung des Italieners Romano Artioli, der die Markenrechte erworben hatte und in Modena eine ganze Reihe bemerkenswerter Autos herstellte. Diese Episode endete jedoch 1996 aus finanziellen Gründen und wieder war die Marke Bugatti verschwunden.

1998 nahm sich schließlich Volkswagen dem Mythos an. „Daheim“ in Molsheim werden die neuen Bugatti nun produziert und Volkswagen beabsichtigt dabei nicht weniger als den Glanz vergangener Zeiten wieder aufleben zu lassen. Neben einigen Studien und Prototypen ist dabei aber bislang nur ein serienreifes Modell entstanden.

Modelle des Herstellers

101

Baujahr: 1951

35 A

Baujahr: 1926 - 1930

35T

Baujahr: 1929

Bild Bugatti 35T 2

40 868 ROADSTER

Baujahr: 1930

Bild Bugatti 40 868 ROADSTER 1

40 COUPE BERLINE 2-PLACES

Baujahr: 1926 - 1930

41 ROYALE

Baujahr: 1932

Bild Bugatti 41 ROYALE 30

Der Bugatti Royale (Type 41) wurde erstmals 1926 hergestellt. Der Zweck der Konstruktion dieser Ausnahmelimousine war es, ein Auto herzustellen, das hinsichtlich seiner prunkvollen Bauweise jedes andere Auto der Welt übertreffen sollte.

41 ROYALE CABRIOLET

Baujahr: 1931

Bild Bugatti 41 ROYALE CABRIOLET 1

Das hier gezeigte Fahrzeug ist angeblich der erste Bugatti "41 Royale". Zwischen 1926 und 1931 wurde nur ein Prototyp hergestellt, der aber bei einem Unfall vernichtet wurde.

43 A

Baujahr: 1931 - 1932

44 TORPEDO 2-PLACES

Baujahr: 1929

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