Chevrolet
Die Verbindungen zwischen Chevrolet und General Motors sind von ganz besonderer Natur. Guckt man auf die Entstehung des Unternehmens zurück und sieht dort GM-Gründer William Durant als einen der Initiatoren (neben dem Franko-Schweizer Rennfahrer Louis Chevrolet) und weiß, welchen Stellenwert die Marke Chevrolet im Konzern hat scheint die weitere Geschichte schnell erzählt. Interessanterweise ist Chevrolet aber eben nicht als Bestandteil von GM gegründet worden, sondern vielmehr als Konkurrenz. 1910 wurde William Durant nämlich aus dem GM-Management gedrängt und verfolgte unmittelbar seine „Rachepläne“. Chevrolet sollte zum Gegenspieler aufgebaut werden, was aber scheiterte. Nichts desto trotz verdiente Durant mit den Chevy so viel Geld, dass er ein großes GM-Aktienpaket erwerben konnte und sich mit diesem 1916 zum GM-Präsidenten wählen ließ. Zwei Jahre später wurde Chevrolet in den Konzern eingegliedert und bildet seitdem den Kern der Gruppe.
Als Konkurrenz zu Ford aufgebaut
Absolute Massentauglichkeit, niedrige Produktionskosten, Zuverlässigkeit. So könnte man die tragenden Säulen der Marke Chevrolet zusammenfassen. Angetreten, um Ford in seiner Eigenschaft als führender Hersteller des US-Marktes anzugreifen, gelang dies bemerkenswert schnell. Bereits 1931 erklomm Chevrolet die Spitze und hat diese bis heute auch meist verteidigt. Neben den Autos für den Massenmarkt überrascht Chevrolet in unregelmäßigen Abständen immer wieder mit innovativen Modellen wie besonderen Sportwagen oder dem Camaro. Aus deutscher Sicht erwähnenswert ist zudem die Verwendung eines Chevrolet-Motors in einem so bekannten Auto wie dem Opel Diplomat 5,4 Liter.

