Daimler
Gottlieb Daimler gründete 1890 die Daimler Motoren Gesellschaft (DMG) und erhielt alsbald Unterstützung von seinem langjährigen Weggefährten Wilhelm Maybach. Aufgrund dieser zwei überragenden Ingenieure errang die DMG recht schnell einen ausgezeichneten Ruf und fand weltweit Interessenten für ihre Produkte.
Innerhalb kürzester Zeit expandierte Daimler und schloss internationale Lizenzverträge und Kooperationen ab. Auf diese Weise entstanden Firmen wie Austro Daimler oder die Britische Daimler Motor Company, die bereits 1893 von Frederick Simms aufgebaut wurde. Daimler und Maybach wollten auch bereits in dieser frühen Phase auf den Automobilbau setzen, konnten sich aber gegen die eigenen Gesellschafter nicht durchsetzen.
So war es dem 1900 verstorbenen Gottlieb Daimler auch nicht mehr vergönnt, die Entwicklung seines Unternehmens zum erfolgreichen Autobauer mitzuerleben. Wilhelm Maybach fand im Kaufmann Emil Jellinek einen Unterstützer, und gemeinsam konnten sie die DMG-Investoren vom Bau der ersten Autos überzeugen. Diese wurden in Ahnlehnung an den Spitznamen der Tochter Jellineks Mercedes genannt, womit eine der wohl größten Legenden der Automobilgeschichte ihren Anfang nahm.
Große Erfolge im Automobilbau
Die DMG war mit ihren Autos prompt ebenso erfolgreich wie zuvor mit ihren Motoren. Der Mercedes errang den Ruf, eines der internationalen Topautos zu sein, und die DMG konnte alleine zwischen 1903 und 1904 ihre Belegschaft von 800 auf gut 2000 erhöhen. Werke wurden sowohl in der Nähe Berlins als auch im Stuttgarter Umland (erst Canstatt, später Untertürkheim und Sindelfingen) betrieben.
Die DMG gehörte in den 20er Jahren zu den wichtigsten Deutschen Unternehmen, musste der Wirtschaftskrise aber Tribut zollen. Zurückgehende Nachfrage zwangen den Autobauer zur Fusion – ausgerechnet mit dem härtesten Wettbewerber Benz & Cie. Nach einer zweijährigen engen Zusammenarbeit wurde der Zusammenschluss 1926 abgeschlossen.
In dieser Zeit gab es bei der Daimler-Benz AG auch einen Porsche! Ferdinand Porsche, vormals technischer Direktor der Daimler-Motoren-Gesellschaft in Österreich, kam 1923 ins Daimler Stammwerk nach Untertürkheim, schied aber nach der Fusion zur Daimler-Benz AG 1928 wirder aus.
Erwähnenswert bleibt allerdings die Geschichte des Markennamens Daimler. Die Englische Daimler Motor Company bestand nämlich als unabhängige Gesellschaft auch nach der Fusion von DMG und Benz weiter. Noch als Daimler Motor Syndicate hatte man sich von der DMG emanzipiert und eigene Produkte erschaffen. So wurde bereits 1896 ein erstes Auto gebaut und wie in Deutschland hatte der Name Daimler auch in England schon bald einen guten Ruf. Der Autobau wurde fortgesetzt und so entstanden einige bemerkenswerte Modelle. Besitzer wurde in der Zwischenzeit das britische Rüstungsunternehmen BSA, welches Daimler 1960 an Jaguar veräußerte.
Bis zur Übernahme Jaguars durch Ford produzierte nun also Jaguar exklusiv Daimler-Autos, eine Tatsache, die in Deutschland auch heute immer noch für Erstaunen sorgt. Als sich nach der Loslösung von Chrysler 2007 die Daimler AG bildete, musste eigens dafür eine stolze Millionensumme an Ford überwiesen werden, um den Namen überhaupt nutzen zu dürfen.
Modelle des Herstellers
3 LITRE CONVERTIBLE
Baujahr: 1953 - 1954
3 LITRE REGENCY MK I
Baujahr: 1951 - 1952
3.5 LITRE SPORTSMAN SALOON
Baujahr: 1955
4.2 LITRE LANDAULET
Baujahr: 1968 - 1978
4.5 LITRE 4-LIGHT SALOON
Baujahr: 1955 - 1956
420 SOVEREIGN
Baujahr: 1967 - 1968
57 HP 9.4 LITRE HOOPER
Baujahr: 1923
1923 bestellte der damalige Englische König Goerge V 4 Daimler-Fahrzeuge für das Englischen Königshaus und schrieb die Ausstattung mit einem 9,4 Liter-Motor vor.

