Delahaye
Emile Delahaye leitete bereits seit 1879 eine Maschinenbaufabrik im französischen Tours. Ca. zehn Jahre bevor er 1900 das Unternehmen aus gesundheitlichen Gründen verließ, orientierte er sich in Richtung Autoproduktion. Aus den Plänen wurde schnell Realität, und bereits 1894 war der erste Prototyp fertig gestellt.
Auch durch ein vorübergehendes Motorsport-Engagement errang Delahaye eine gewisse Aufmerksamkeit für sein Fahrzeug, und somit konnte die eigens gegründete Societe des Automobiles Delahaye schon bald größere Stückzahlen produzieren.
Delahaye stellte dabei lediglich die Technik her, die Karosserien wurden hinzugekauft. Entsprechend dem hohen Anspruch des Hauses Delahaye wurden nur Spitzen-Produkte gewählt, wodurch die Delahayes zwar etwas teurer, aber auch ausgesprochen schön waren. In den 30er Jahren wurde der Rennsport als Werbeplattform wiederentdeckt.
Sieg über Mercedes erregt Aufsehen
1938 trat Delahaye bei einem mit 1 Mio Franc dotierten Rennen gegen einen Mercedes an. Dieses Rennen war vom Deutschen Regime zu einer Frage der nationalen Ehre hochstilisiert worden, umso größer war die Freude in Frankreich über den Sieg des Delahaye. Das bereits einige Zeit zuvor nach Paris übergesiedelte Unternehmen konnte mit seiner Beliebtheit zugleich seine Verkaufszahlen deutlich steigern (auch durch die Übernahme der Marke Delage 1935) und befand sich somit in der Anfangszeit des 2. Weltkrieges eindeutig auf seinem wirtschaftlichen Höhepunkt, der durch das Ende der PKW-Produktion zu Gunsten von militärischen LKW allerdings zeitlich eng bemessen war.
Nach dem Krieg gelang es nicht mehr, an frühere Erfolge anzuknüpfen. Der Konkurrent Hotchkiss übernahm Delahaye 1951 und stellte die Marke kurz darauf ein.
Modelle des Herstellers
135
Baujahr: 1939
135 M (FIGIONI & FALASCHI)
Baujahr: 1949 - 1952
Figioni und Falaschi war ein exklusiver Karosserie-Bauer in Paris.
135 MS GHIA-AIGLE
'Der Schwanengesang'
Baujahr: 1949
Der Fahrzeugtyp ist eine Einzelanfertigung und hat 3 Vergaser.

