DKW
DKW – Es gibt einige „Übersetzungen“ für dieses Kürzel, ursprünglich hieß es Dampfkraftwagen. Dies geht auf ein Projekt zurück, welches der Däne Jorgen Skafte Rasmussen zwischen 1916 und 1921 betrieb. Rasmussen war 1904 einer der Gründer der Firma Rasmussen und Ernst, aus der nach Umbenennungen und Umzügen 1912 schließlich die Zschopauer Maschinenfabrik J.S. Rasmussen wurde.
Das Dampfkraftwagen-Projekt diente militärischen Zwecken und wurde folgerichtig nach Ende des 1. Weltkrieges eingestellt. Rasmussen sicherte sich jedoch die Markenrechte am Kürzel DKW und ließ dieses in die Namen neuer Produkte einfließen. Ein Zweittaktmotor mit 0,25 PS wurde als Spielzeug mit dem Namen Des Knaben Wunsch vermarktet, ein darauf aufbauender Fahrradmotor ab 1921 als Das Kleine Wunder. Mit besagtem Motor probierte man sich 1920 auch bereits an einem Auto, welches über den Prototypen-Status jedoch nicht herauskam.
Der Automobilbau begann 1925, als DKW Reste des in Konkurs gegangenen, ehemaligen Kooperationspartners Slaby-Beringer übernahm und 1927 mit dem DKW Typ P ein erstes Auto vorstellte. Den Durchbruch schaffte das Unternehmen jedoch erst 1931 mit dem DKW F1. Das F steht für Front und markierte die damals immer noch recht neue Entwicklung vom Heck- zum Frontantrieb.
DKW als Teil der Auto Union
Während die Automobilproduktion bei der DKW noch am Anfang stand, erwirtschaftete das Unternehmen mit dem eigentlichen Kerngeschäft, dem Motorradbau, genügend Umsatz, um 1928 die von August Horch in Zwickau gegründeten Audi-Werke zu übernehmen. Die einsetzende Weltwirtschaftskrise sorgte dafür, dass diese Entscheidung nicht mit wirtschaftlichem Erfolg einherging und so wurde ein Rettungsplan für die DKW und auch einige weitere angeschlagene Unternehmen erstellt, die 1932 zur Auto Union fusionierten. Die Autos von DKW wurden weiterhin unter dem hergebrachten Markennamen vertrieben, lediglich das Logo der Auto Union (4 Ringe) wurde zusätzlich zum DKW-Logo auf den Modellen angebracht.
Nach dem Krieg wurden alte DKW-Modelle kurzfristig in Zwickau unter dem IFA-Label gebaut, dann aber vom Trabant und Wartburg abgelöst. In West-Deutschland wurde die Auto Union 1949 neu gegründet und es wurden auch wieder DKW produziert. Nachdem der wirtschaftliche Erfolg jedoch ausblieb, übernahm Daimler-Benz 1955 die Gruppe, um sie nur neun Jahre später an Volkswagen zu verkaufen. VW hegte keine Pläne zur Wiederbelebung der Marke DKW und so war der Geländewagen Munga das letzte Modell, welches aufgrund von bestehenden Verträgen mit der Bundeswehr noch bis 1968 produziert wurde. Mit dem Munga endete Das Kleine Wunder.
Modelle des Herstellers
3/15 CABRIOLET
Baujahr: 1928 - 1929
3=6 F91 CABRIOLET ZWEISITZIG
Baujahr: 1953 - 1955
In den 50er Jahren war die Modellpalette der DKW Personenwagen durch ein Eintypen-Programm gekennzeichnet.
3=6 F93 CABRIO VIERSITZIG
Baujahr: 1956
3=6 F93 CABRIO ZWEISITZIG
Baujahr: 1956
3=6 F93 COUPE
Baujahr: 1955 - 1957
3=6 F93 SONDERKLASSE
Baujahr: 1958
Die Gesamtstückzahl aller F 93 / F 94 in allen Ausführungen betrug 157.016 Stück.

