Duesenberg
Fred und Augie Duesenberg verbesserten ihr automobiles Handwerk zwischen 1905 und 1913 bei der Mason Motor Company. Die deutschstämmigen Brüder (ursprünglich Friedrich und August Düsenberg) gründeten anschließend mit der Duesenberg Motor Company in Minnesota ihr eigenes Unternehmen. Bereits ein Jahr später belegte ein Duesenberg bei den legendären Indy 500 den 10. Platz und konnte somit das Potential dieses Autos andeuten. Nach der kriegsbedingten Produktionsunterbrechung machten die Duesenbergs ab 1920 da weiter, wo sie aufgehört hatten und produzierten – an der neuen Produktionsstätte in Indianapolis – das Modell A.
Dieses Auto - bestehend aus Motor und Fahrwerk, aber ohne Karosserie – zählte zu dem Besten, was in technischer Hinsicht bis zu diesem Zeitpunkt gebaut wurde. Das Modell A konnte beispielsweise die ersten hydraulischen Bremsen eines US-Personenwagens überhaupt aufweisen, sein Motor zählte zudem zu den leistungsstärksten und zuverlässigsten seiner Zeit.
In einem Prospekt von 1929 hieß es: "Eine monumentale Antwort auf die beharrliche Nachfrage der wohlhabenden Amerikaner nach dem Besten, was moderne Technik und künstlerische Fähigkeiten zu bieten haben. Deshalb spricht diese Marke eine bestimmte Gruppe an. Jedes Meisterwerk kann nur von denjenigen gewürdigt werden, die die Grundlagen verstehen, auf denen die Großartigkeit dieser Marke basiert. Daher verfügt jeder Besitzer eines Duesenberg über ein Urteilsvermögen, das weit über dem Durchschnitt liegt."
Soviel Qualität kostete ihren Preis, und den konnten nur Vermögende wie der Star-Regisseur Raoul Walsh oder die Schauspielerin Maureen O'Sullivan (Tarzans Vergeltung) aufbringen. Der Schauspieler Gary Cooper baute seinen Tourenwagen durch Abmontieren von Kotflügeln, Trittbrettern und Ersatzreifen zeitweise in einen Rennwagen um. Duesenbergs waren einfach zu teuer, um mit entsprechenden Stückzahlen den notwendigen, wirtschaftlichen Erfolg zu erreichen. Den Duesenbergs gingen die Mittel aus, es folgte die Übernahme durch Errett Lobban Cord 1926. Die Brüder wechselten mit in die neue Cord-Gruppe und waren dort maßgeblich an der weiteren Entwicklung „ihres“ Autos beteiligt.
Am Stellenwert der Duesenberg-Autos änderte sich auch unter neuer Führung nichts. In den USA hat der Name heute noch denselben Klang wie in Europa Rolls-Royce. Für zahlreiche hochgestellte Persönlichkeiten war es „eine Frage der Ehre“ einen Doozy zu fahren.
Leider endet die Geschichte dieses Nobelautos jedoch nach kurzer Zeit, nämlich mit dem Konkurs der Cord-Gruppe 1937. Mehrere Versuche, die Legende wieder zu beleben, scheiterten noch im Ansatz oder nach kurzer Zeit, so dass es bei ca. 500 produzierten Duesenbergs geblieben ist.
Modelle des Herstellers
MODEL A ROADSTER
Baujahr: 1921 - 1927
Der Fahrzeugtyp hieß zunächst "straight-eight", wurde aber mit Einführung der "J-Serie" in "Model A" umbenannt. Duesenberg baute selbst immer nur das Chassis mit verschiedenen, die Karosserien wurden von Fremdfirmen aufgebaut.
SEDAN
Baujahr: 1935
SJ CONVERTIBLE
Baujahr: 1932 - 1937
Der Filmschauspieler Clark Gable fuhr einen Duesenberg SJ fuhr ein solches Cabriolet, Baujahr 1932.
X STRAIGHT 8 SPEEDSTER BOAT TAIL ROADSTER MC FARLAN
Baujahr: 1927
Von den 13 gebauten, in Ausführung und technischen Details jeweils einzigartigen Fahrzeugen haben nur vier überlebt.

