Ford (USA)
1902 gründete Henry Ford in Detroit die Ford Motor Company. Zuvor hatte er bereits eine andere Firma gegründet, die jedoch nicht überlebte und auch die Ford Motor Company hatte anfangs finanzielle Schwierigkeiten. So ließ rein gar nichts auf die später folgende Cinderella-Story schließen, eher sah es nach einem weiteren Reinfall aus.
Dies änderte sich jedoch 1908 mit Baubeginn des Modell T und endgültig zwei Jahre später als die Produktion der „Tin Lizzy“ auf das Fliessband verlegt wurde. Der Erfolg war umwerfend, 50% aller 1918 in den USA benutzten Autos waren ein Modell T und bis 1927 wurden sage und schreibe 15 Mio. Einheiten hergestellt.
Ford war dadurch zum amerikanischen Kulturgut avanciert, es folgten weitere Aufsehen erregende Maßnahmen wie die Einführung von 8-Stunden-Schichten, der 5-Tage-Woche und Lohnerhöhungen, um die gestiegenen Belastungen zu kompensieren, welche die Fließbandproduktion mit sich brachte. Was von der Finanzwelt kritisiert wurde, erwies sich als großer Erfolg, da mit der eigenen Belegschaft eine neue, große Käuferschaft erschlossen wurde.
Die persönliche Popularität von Henry Ford stieg merklich an, als er sich 1915 öffentlich für ein schnelles Kriegsende einsetzte, als Folge der entstanden Aufmerksamkeit orderten die alliierten Streitkräfte Ford-Fahrzeuge in größerem Umfang...
Ford exportiert das Fließband
Nach Ende des 1. Weltkrieges startet Ford eine Expansions-Offensive nach Übersee. Diverse Europäische Länder wie Deutschland, Argentinien, Südafrika und Australien wurden in den 20er Jahren zu Standorten von Ford Produktionsanlagen. Während auf dem Heimatmarkt GM mit seiner Chevrolet-Marke zu einem ernsthaften Rivalen heranwuchs und Ford bei den Verkaufszahlen bald hinter sich ließ, boomte das Auslandsgeschäft. Ende der 20er Jahre wurde gar ein Abkommen mit der Sovietunion geschlossen. In dessen Folge wurden im heutigen Nizhnij Novgorod die so genannten GAZ produziert.
Während des 2. Weltkrieges revolutionierte Henry Ford mit seiner Fließbandtechnik den Flugzeugbau und war somit ein wesentlicher Faktor im Erfolg der alliierten Truppen.
Weitere bemerkenswerte Aspekte der Ford-Geschichte waren der Erwerb der Lincoln Motor Company 1922 und die Markteinführung des legendären Thunderbird 1950. Mit William Clay Ford Jr. steht zudem seit 1999 wieder ein Nachfahre Henry Fords (er ist der Ur-Ur-Enkel) an der Konzernspitze, auch wenn er sich diese seit 2006 mit Alan Mulally teilt.
Im Jahre 2008 war Ford der fünftgrößte Automobilhersteller weltweit, leidet aber zu diesem Zeitpunkt wie viele andere US-Hersteller auch unter der durch ein stärkeres Umweltbewusstsein der US-Konsumenten bedingten Umstellung auf sparsamere und effizientere Autos.
Modelle des Herstellers
A PHAETON OPEN TOURER
Baujahr: 1927 - 1931
"Phaeton" (griechische Sagenfigur) kennzeichnet eine Karosserieform für Luxusfahrzeuge und wurde zunächst für luxuriöse Kutschen, später auch Automobile verwendet.

