Frazer-Nash
Gerade einmal zwei Jahre lang leitete der Engländer Archibald Frazer-Nash das 1924 von ihm gegründete Unternehmen. Die Brüder Adlington übernahmen und verpassten der Marke einen neuen Anstrich. Anstatt der zuvor genutzten leicht angestaubten Designs wurden nun schnittige, zweisitzige Sportwagen gebaut, zudem wurde die Firma in AFN umbenannt, Frazer-Nash blieb allerdings als Marke erhalten.
1934 geriet zu einem einschneidenden Jahr für das Unternehmen, denn AFN übernahm den alleinigen BMW-Import für Großbritannien. Die fortan mit BMW-Motoren bestückten Frazer-Nash waren bei Rennen sehr erfolgreich, wodurch die Popularität der Marke stark anstieg. Möglicherweise ein Mitgrund für die Zurückbenennung der Firma kurz nach Ende des 2. Weltkrieges.
Auch nach 1945 wurden die Wagen weiterhin mit BMW-Motoren ausgestattet, die größten sportlichen Erfolge konnten jedoch 1952 mit Bristol-Antrieben erreicht werden, als man einige sehr respektable Ergebnisse in der Formel-1 einfahren konnte. Die sportlichen Erfolge brachten jedoch alleine kein Geld und da im Laufe der Jahre gar keine Straßenwagen mehr hergestellt wurden, ging Frazer-Nash zunehmend das Geld aus. 1957 wurde die Produktion eingestellt.
Im 21. Jahrtausend mehren sich jedoch die Anzeichen, dass unter dem Markennamen Frazer-Nash wieder Autos gebaut werden. 2009 wurde mit dem Frazer-Nash Namir gar ein Hochgeschwindigkeitsrenner vorgestellt. Vorerst allerdings nur als Prototyp.

