Humber
Thomas Humber gründete die gleichnamige Fahrradfabrik bereits 1868, erlebte deren Einstieg in den Automobilbau aber nicht mehr aktiv mit, da er sechs Jahre zuvor 1892 das Unternehmen verlassen hatte.
Mit ihren qualitativ hochwertigen und geschmackvoll ausgestatteten Modellen erwarb sich Humber schnell einen guten Ruf und war bis zum Beginn des ersten Weltkrieges einer der größten Hersteller Großbritanniens.
Dem Erfolg wurde durch Expansion Rechnung getragen. 1925 Commer und 1928 Hillman hießen die Neuerwerbungen. Humber hatte sich für den richtigen Weg entschieden und hatte auch keine maßgeblichen finanziellen Schwierigkeiten. Im Gegensatz zu vielen anderen kleineren Herstellern verlor Humber somit 1931 seine Eigenständigkeit also nicht aufgrund schlechten, sondern aufgrund guten Wirtschaftens. Die Gebrüder Rootes übernahmen die Aktienmehrheit und wollten Humber als Flagschiff ihrer Rootes-Gruppe platzieren.
Während der Kriegszeit wurden unter dem Humber-Label in erster Linie militärische Fahrzeuge gebaut, aber 1946 setzte man schließlich die Produktion geräumiger, leistungsfähiger Limousinen fort.
Als die Roots-Gruppe 1967 von Chrysler übernommen wurde, fand die Humber-Produktion ein schnelles Ende, ihre Modelle hatten im Markenkonzept des US-Giganten keinen Platz mehr.

