Isotta Fraschini
Cesare Isotta und Vincenzo Fraschini gründeten bereits 1899 die Fabricca Automobili Isotta Fraschini in Mailand. In den ersten vier Jahren des Bestehens war die Produktion eigener Autos noch kein Thema, stattdessen wurden Renault-Fahrzeuge montiert und vertrieben. 1903 war es damit jedoch vorbei und „IF“ begann, die Art Autos zu bauen, die für die erste Popularität verantwortlich waren: Sportautos. Trotz der vorübergehenden Übernahme durch das französische Unternehmen Lorraine-Dietrich im Jahre 1907, liefen die Geschäfte für Isotta Fraschini recht gut und bis zum Ausbruch der ersten Weltkrieges hatte man sich etabliert.
So war man denn auch in Kriegszeiten in der Lage, einen „Überbrückungs-Job“ zu ergattern. Für das Militär wurden Flugzeugmotoren gebaut und damit die autofreie Zeit gefüllt. Nach dem Krieg hätte man nun bequem zum alten Betätigungsfeld zurückkehren können – tat man aber nicht. Statt Sportwagen standen nun Luxusboliden auf dem Produktionsplan.
Innerhalb von nur zehn Jahren etablierte man sich als einer der Europäischen Top-Anbieter neben Rolls-Roye oder Hispano-Suiza und exportierte auch erfolgreich, zum Beispiel in die USA. Knapp 20 Jahre dauerte das zweite Erfolgskapitel des Unternehmens, doch auch dieses wurde durch einen Krieg beendet. Ab 1936 baute man stattdessen Waffen und Nutzfahrzeuge wie LKW und Busse für das italienische Militär. Zudem lief auch die Flugzeugmotoren-Herstellung weiter.
Auch den 2. Weltkrieg überstand IF schadlos, zumal die Fabrikanlagen aus Angst vor der Zerstörung von Mailand nach Saronno verlegt wurden. Aber die Welt hatte sich zu stark verändert, um einfach so weiterzumachen. 1946 wurde zwar eine neue Luxuslimousine vorgestellt, produziert werden konnte sie aufgrund nicht vorhandener Nachfrage aber nicht. Daher stellte Isotta Fraschini 1949 die Tätigkeit ein, die Marke tauchte aber Jahre später nach Fusionen und Verkäufen später noch einmal als Motor- und Busproduzent auf.
Auch im neuen Jahrtausend produziert eine Firma namens Isotta Fraschini in Bari Motoren.
Modelle des Herstellers
8A
Baujahr: 1924 - 1931
Der Typ 8 A wurde ab 1924 als eines der luxuriösesten Modelle gebaut und zu etwa einem Drittel nach USA geliefert.

