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Karmann

Seit Übernahme einer Fabrik für Kutschen im Jahre 1901 beginnt Wilhelm Karmann mit der Produktion von Teilen für die junge deutsche Autoindustrie. Unter anderem fertigte er in den 20er Jahren Karosserien für Adler und machte sich damit bereits einen Namen. Schon in diesen Jahren träumt er jedoch davon, eigene Autos zu bauen, muss damit aber bis Ende des 2. Weltkrieges warten.

Damals begann Karmann in Auftragsarbeit VW-Autos zu entwickeln und zu tunen. Bestes und berühmtestes Beispiel dafür ist der Karmann Ghia, der ein Käfer Chassis besitzt, mit seiner einzigartigen von Ghia gefertigten Karosserie jedoch kaum an einen Käfer erinnert. Die Karmann Ghia wurden auch in den Karmann Fabriken hergestellt und nicht etwa in Wolfsburg.

Durch dieses Erfolgsmodell nahm der Ruhm der Firma Karmann sprunghaft zu und ermöglichte den Bau neuer Produktionsstätten, u.a. in Brasilien. Über Jahrzehnte hinweg fertigte Karmann nun meist für VW – aber auch für Audi, BMW oder Daimler – exklusive Modelle in Kleinserien und stellte Sondermodelle vor.

Was hingegen fehlte war ein neuer Großauftrag. Zwar ist Karmann ein Unternehmen von Weltruf, seine wunderschönen Modelle verschlagen dem Betrachter meist den Atem – nur wurden sie irgendwann offensichtlich nicht mehr gebraucht.

Im 21. Jahrtausend hat Karmann kaum noch Aufträge, auch die Produktion von Sondermodellen lässt stark nach, so dass 2009 Insolvenz angemeldet werden muss. Der alte Partner VW streckte zwar seine helfende Hand aus, aber es kann davon ausgegangen werden, dass Karmann seine Glanzzeiten erstmal hinter sich hat.

Modelle des Herstellers

Ghia 34 TL

Baujahr: 1965

Bild Karmann Ghia 34 TL 1965 1

Parallel zum Volkswagen 1500 Typ 3 wurde der "Große Karmann" Typ 34 entwickelt, der mehr Platz als der "kleine" Typ 14 bieten sollte.

Pik As

Baujahr: 1973

Bild Karmann Pik As 2

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