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Lagonda

Der Amerikaner Wilbur Gunn gründete Lagonda 1906 in England. Lagonda ist der indianische Name eines Flusses in Gunns Heimat Ohio. Angefangen hatte Gunn mit dem Bau von Motorrädern, die über Erfolge im Motorsport beworben wurden. Dieses Konzept war recht einträglich und so konnte Gunn mit dem erworbenen Kapital 1907 sein erstes Auto produzieren. Da er dieses erfolgreich bei einem Langstreckenrennen zwischen Moskau und St. Petersburg einsetzte, folgte sogleich der erste größere Auftrag aus Russland.

Über die nächsten 15-20 Jahre setzte Lagonda seine stetige Entwicklung fort und nutzte dabei auch weiterhin den Rennsport zu Werbezwecken. Folglich waren auch die Autos, die in dieser Zeit entstanden in erster Linie Rennautos, was sich erst mit zunehmendem Erfolg langsam änderte. Die Palette wurde in Richtung von Luxuslimousinen erweitert, wobei hier insbesondere der Rapide Erwähnung verdient. Mitte der 30er Jahre zählte Lagonda zu den eher erfolgreichen Marken, nun war es Zeit für den nächsten Schritt. Die Verpflichtung von Walter Bentley kann dabei durchaus als Angriff auf Rolls-Royce verstanden werden. Bentley war dort seit der Veräußerung seiner Firma tätig und sollte nun bei Lagonda seine Arbeit an hochpreisigen Luxuslimousinen fortsetzen.

W.O. Bentley hat wesentlich an der strategischen Ausrichtung der Marke mitgewirkt. Lagonda sollte nicht in direkten Wettbewerb zu Rolls Royce und Bentley gestellt, sondern mit einer moderneren, kleineren und leichteren Konstruktion dynamischer und preiswerter sein. Die konstruktiven Ziel hat er zwar erreicht, aber die Kosten bekam er nicht in den Griff. Dadurch blieb der Lagonda preislich nur knapp unter dem vergleichbaren Rolls Royce, war aber etwa doppelt so teuer wie der Jaguar MK VIII.

Dass Bentleys Arbeit bei Lagonda nicht so erfolgreich war, wie man sich das gewünscht hatte war einer der zwei Gründe dafür, dass die Erfolgsgeschichte in den 40er Jahren ins Stocken kam. Ein anderer war der Produktions- (und Verkaufs-) stopp während des Krieges.

Lagonda kam danach trotz neuer Führung nicht mehr richtig in die Gänge und so blieb letztlich nur der Verkauf an den Traktorenhersteller David Brown, der das Unternehmen in Aston Martin integrierte. Dort ist noch eine Reihe von Modellen entstanden, bis 1990 die letzten serienmäßig gefertigten Lagonda aus dem Programm verschwanden.

Modelle des Herstellers

14-60

Baujahr: 1927 - 1929

Bild Lagonda 14-60 1927-1929 1

2,5 LITRE

Baujahr: 1947 - 1953

2,5 LITRE DHC

Baujahr: 1949 - 1952

3 LITRE

Baujahr: 1953 - 1958

3 LITRE

Baujahr: 1955 - 1958

3 LITRE DHC

Baujahr: 1953 - 1956

3 LITRE TOURER

Baujahr: 1928 - 1933

Bild Lagonda 3 LITRE TOURER 1

Der Fahrzeugtyp ist Teilnehmer der Mille Miglia.

4.5 LITRE SALOON

Baujahr: 1936 - 1937

LG 45

Baujahr: 1937

Bild Lagonda LG 45 1937 4

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