Lincoln
1917 schied Henry Leland bei General Motors aus und gründete Lincoln. Fast noch interessanter ist die Frage danach, was Leland machte, bevor er einen Posten bei GM übernahm? Leland war nämlich niemand Geringeres als der Gründer einer der luxuriösesten Automarken der USA, dem Cadillac. Dieses Unternehmen verkaufte er an GM und wurde von dem Giganten auch gleich angestellt. Nach kurzer Zeit hatte er das Angestelltendasein (wenn auch auf einem sehr hohen Posten) satt und startete mit Lincoln noch einmal selbst durch.
Leland war Perfektionist und im Hinblick auf Qualität zu keinerlei Kompromissen bereit. Das mag sehr positiv klingen, im Haifischbecken Autoindustrie ist dies allerdings nicht immer karrierefördernd.
Die überhaus pompösen und hervorragend verarbeiteten Lincoln (nach dem ehemaligen US-Präsidenten benannt) weckten schnell das Interesse von Henry Ford, der schon Cadillac in seinen Konzern eingliedern wollte, aber das Nachsehen hatte. Mit Lincoln hatte er mehr Glück und nur 5 Jahre nach Gründung des Unternehmens hatte Leland es schon wieder verkauft. Die Produktionskosten waren ihm zuvor schlichtweg über den Kopf gewachsen, Lincoln arbeitete hochdefizitär und konnte somit von Ford für ein vergleichsweise günstiges Angebot und die Zusage an Leland, die Kontrolle zu behalten, erworben werden.
Der Streit über das Erreichen einer kostengünstigeren Produktion ließ Leland allerdings noch im selben Jahr aufgeben und von seinem Posten zurücktreten.
Bei Ford als Top-Marke platziert
Ford schickte Lincoln als Gegenpart zum Cadillac ins Rennen um die Kundschaft und deren Geld. Dabei kam dem Unternehmen die Tatsache zu Gute, dass sich eine ganze Reihe von US-Präsidenten einen Lincoln als Präsidiallimousine zulegten. Auch die wohl berühmteste Autofahrt eines US-Präsidenten, nämlich die tragische, letzte Tour von John F. Kennedy durch Dallas, wurde in einem Lincoln vollzogen.
Doch an den Lincoln ist die Zeit nicht vorbeigegangen. Konnten die Luxuslimousinen in früheren Zeiten mit 8 und 12 Zylindern beeindrucken, erschien das jüngste Modell 2008 mit einem effizienten 6 Zylinder. Die Nobelmarke bereitet sich also für die Zukunft vor...
Modelle des Herstellers
CAPRI
Baujahr: 1955
CAPRI CONVERTIBLE
Baujahr: 1952
CAPRI CONVERTIBLE
Baujahr: 1953
CAPRI HARDTOP
Baujahr: 1958
CAPRI HARDTOP COUPE
Baujahr: 1954
CAPRI SEDAN
Baujahr: 1953
CONTINENTAL
Baujahr: 1940 - 1948
Edsel Ford, damals Präsident der amerikanischen Ford Motor Company, beauftragte 1938 nach einem Europa-Urlaub den Designer E.T. "Bob" Gregorie, eine Karosserie zu entwerfen, die "absolutely continental" aussehen sollte. Das Ergebnis, der "Continental", war zunächst ein Luxus-Cabriolet auf der Basis der Limousine Lincoln-Zephyr mit klaren Linien und Art-Deco-Elelganz.

