Lloyd
Bei Lloyd handelt es sich um eine Marke, die 1906 vom Deutschen Automobilhersteller Norddeutsche Automobil- und Motoren AG (NAMAG) gegründet wurde. Bei der Fusion der NAMAG mit der Hansa AG 1914 ging deren Name verloren, das neue Unternehmen hieß nun Hansa-Lloyd.
Das Portfolio von Hansa-Lloyd bestand hauptsächlich aus Nutzfahrzeugen, PKW wurden nur in äußerst geringen Stückzahlen verkauft.
1929 kaute Wilhelm Borgward die Hansa-Lloyd und fusionierte sie mit seiner Goliath zur Hansa-Lloyd und Goliath. Als Marke verwendete er Lloyd fürs Erste aber nicht, wenn sie auch auf dem Papier weiterhin existierte.
1949 wurde Lloyd sowohl als Marke, als auch als eigenständige Firma wiederbelebt. Grund dafür waren die Rohstoffzuteilungen, die pro Firma ausgeschüttet wurden. Also zerschlug Borgward seine eigene Gruppe und machte daraus drei einzelne Unternehmen, eins davon war die Lloyd Maschinenfabrik GmbH.
Diese baute nach einigen Elektroautos bereits 1950 den LP 300. Der so genannte Leukoplastbomber hatte eine Karosserie aus mit Kunstleder überzogenem Sperrholz und wäre damit heute der Feind eines jeden Crash-Test-Dummies.
In den Folgejahren brachte Lloyd einige weitere Modelle auf den Markt, musste die Produktion aber 1961 aufgrund der Insolvenz der Borgward-Gruppe weitestgehend einstellen. Bis 1963 wurden noch Aufträge abgearbeitet und erst rund 30 Jahr später wurde Lloyd schließlich endgültig liquidiert.

