Lotus
Colin Chapman gründete Lotus 1952 als Sportwagenschmiede. Chapman galt Zeit Lebens als Tüftler, der auf die Jagd nach jedem Kilo, jedem Gramm war, um seine Autos leichter zu bauen. So konnte sich Lotus recht bald als innovativer Autobauer etablieren, dessen Autos bemerkenswerte Erfolge im Motorsport erringen konnten, unter anderem beim Lotus-Rennstahl, der allerdings als eigenständige Firma existierte. Hier arbeiteten übrigens auch Frank Costin und Keith Duckworth, die sich als Motoren-Gurus einen Namen machten und später mit Cosworth einen der berühmtesten Motorentuner der heutigen Zeit gründeten.
Revolutionär war neben der gewichtsparenden Bauweise auch das Konzept, die Autos als Bausatz anzubieten. Wer wollte (und konnte) baute sich also seinen Lotus in der eigenen Garage.
Dass Colin Chapman als Besitzer auch die treibende Kraft des Unternehmens war, wurde nach seinem Tod 1982 schnell deutlich. Lotus geriet in finanzielle Schwierigkeiten und wurde vier Jahre später von GM übernommen. Über den Italiener Romano Artioli (1993-1996) wechselte Lotus schließlich ins Portfolio des malaysischen Unternehmens Proton. Produktionsstandort ist weiterhin das englische Hethel.
Mit dem Formel-1-Rennstall, der 2010 an der Weltmeisterschaft teilnimmt, hat Lotus außer dem Namen und dem gemeinsamen Anteilseigner Proton keine Verbindung.
Modelle des Herstellers
13
Baujahr: 1958 - 1960
"Lotus 13" war eine nur inoffizielle Bezeichnung für die Lotus Eleven, die ab 1958 gebaut wurden.
17
Baujahr: 1959
Die Motoren von Coventry-Climax hatten zwischen 750 und 1500 CC (Quelle: Oliver Hartmann)

