Matra
Der Industrielle Jean-Luc Lagardere war einer der bestimmenden Akteure der französischen Wirtschaft. Er verfügte über zahllose Firmen und Beteiligungen und prägte dadurch maßgeblich die französische Medien- und Technologie-Politik.
Seine Interessen im Bereich Technologie bündelte er in der Mecanique Avion Traction (Matra), die 1945 gegründet wurde und sich anfangs im Flugzeugbau übte.
Mit der Übernahme der Firma Bonnet 1964 stieg Matra in die Autoproduktion ein. Bis 2003 stellte Matra Autos her, wobei die von Bonnet noch sehr intensiv gepflegte Sparte der Rennwagen mehr und mehr aufgegeben wurde. Die Serienproduktion der Straßenwagen wurde hingegen stärker ausgebaut.
Da Matra über die Jahre immer wieder mit einer Reihe von Unternehmen Vertriebskooperationen vereinbarte, findet sich der Markenname Matra in diversen Kombinationen, wie Matra-Chrysler-Simca, Matra-Simca oder Talbot Matra. In den letzten 20 Jahren der Automobilproduktion wurde mit Renault kooperiert. Aus finanziellen Gründen beendete Matra 2003 die Herstellung, verkaufte das Werk und anschließend die verbliebene Entwicklungsabteilung an Pininfarina.
Matra arbeitet seitdem als Bestandteil der EADS weiter im Bereich Rüstung und Raumfahrt.

