Moskvitch
Bereits Anfang der 40er Jahre gab es in Moskau Pläne, den Opel Kadett nachzubauen. Erste Versuche der Firma MZMA waren jedoch nicht so erfolgreich, so dass mit der Großproduktion erst noch das Ende des 2. Weltkrieges abgewartet werden musste. Teil der Reperationsleistungen, die Deutschland an die Sowjetunion entrichten musste, waren nämlich die Original-Produktionsanlagen von Opel aus Rüsselsheim, so dass dem Moskauer Nachbau ab 1946 nichts mehr im Wege stand. Die Betreiberfirma war zu diesem Zeitpunkt in AZLK umbenannt worden.
Anfangs waren die unter der Marke Moskvitch vermarkteten Autos ein großer Verkaufserfolg, waren sie anderen verfügbaren Modellen im Ostblock in technischer Hinsicht doch deutlich überlegen. Da die Weiterentwicklung jedoch stagnierte bzw. gar nicht verfolgt wurde, änderte sich dies schon bald und der Moskvitch war selbst in der Sowjetunion immer weniger gefragt. Der Lada hatte dem Opel-Replikat den Rang abgelaufen, übrigens auch in der ehemaligen DDR.
2006 wurde das hoch verschuldete Unternehmen liquidiert.

