Nash
Charles Nash kaufte 1916 den Autohersteller Thomas Jeffrey und die von Jeffrey entwickelte Marke Rambler. Über die nächsten gut zehn Jahre funktionierte das Geschäftsmodell von Nash sehr gut. Mittelklassemodelle mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis und eine Reihe von Innovationen des Chefingenieurs Nils Erik Wahlberg.
Das erste komplett von Nash entwickelte Modell war der Ajax, der 1925 Markteinführung hatte. Das Auto selbst fand durchaus positive Resonanz in Fachkreisen, verkaufte sich aber nicht wirklich gut. Nash reagierte mit der Auflösung der Marke Ajax und vermarktete das Modell fortan als Nash Light Six, was einen deutlichen Anstieg der Verkaufszahlen mit sich brachte.
Einen ersten Einstieg in die Welt der Luxusmobile brachte der Zukauf der Lafayette Motors Corporation 1924 mit sich. Schon bald wurde deren Modellinie eingestellt, statt dessen wurden erst die Ajax bzw. Light Six in den Lafayette Produktionsstätten gefertigt, ab 1934 baute Nash hier einen eigenen Lafayette bzw. Nash Lafayette, die allerdings eher im Niedrigpreissegment angesiedelt waren.
Größter amerikanischer Mischkonzern seiner Zeit
Charles Nash zog sich Mitte der 30er Jahre aus dem Geschäftsleben zurück. Der von ihm als Nachfolger avisierte George Mason machte die Fusion mit der von ihm geführten Kelvinator-Corporation zur Voraussetzung, woraufhin 1937 die Nash-Kelvinator Corporation entstand.
Kelvinator stellte Kühlschränke her und Mason brauchte nicht viel Zeit, um die Vorzüge gemeinsamer Errungenschaften der zwei Firmenrichtungen zu sehen. Die Nash Autos wurden fortan mit Heizungen und Klimaanlagen angeboten, die noch als Vorbild der heutigen Heizungsanlagen dienen.
Nach einer Zusammenarbeit mit dem britischen Hersteller Healey wandte sich Mason Mitte der 50er Jahre seinem bis dato größten unternehmerischen Schritt zu: Der Zusammenschluss mit dem Wettbewerber Hudson führte zur Gründung der American Motors Corporation.
Innerhalb der AMC war der Rambler auch weiterhin das erfolgreichste Modell, der letzte Nash wurde 1957 gebaut, womit die Geschichte der Marke ebenso ein Ende findet, wie die ihres Herstellers. Lediglich der Nash Metropolitan wurde noch ein wenig länger gebaut, allerdings wurde auf den Zusatz Nash verzichtet.

