NSU-Fiat
NSU-Fiat war ein Joint Venture der Vereinten Fahrzeugwerke Neckarsulm (NSU) und dem italienischen Großkonzern. Da die NSU in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten war, wurde mit Unterstützung von Fiat und der Dresdner Bank die NSU Automobil AG mit der Produktionsstätte Heilbronn gegründet. Die Vereinten Fahrzeugwerke existierten davon unabhängig weiter.
Bei NSU-Fiat wurden anfangs alte NSU-Modelle weiterhin produziert, später ging man zur Lizenzproduktion von Fiat-Modellen über. Fiat vertrieb parallel dazu seine eigenen Fahrzeuge direkt von Italien aus nach Deutschland. Diese undurchsichtige Konstellation sorgte dafür, dass diese ersten Versuche Fiats, in Deutschland Fuß zu fassen scheiterten. Ab 1951 nutzte Fiat die Firma jedoch, um erneut Lizenzprodukte auf dem deutschen Markt zu vertreiben. Als die Vereinten Fahrzeugwerke 1958 den NSU Prinz auf den Markt brachte, führte dies zu einem Rechtsstreit um die nun doppelt verwendeten Namensrechte. In Folge einer Einigung verzichtete Fiat auf das Kürzel, die Firma wurde erst in Neckar Autombilwerke AG und letztlich in Automobilwerke AG umgetauft.
Seit 1973 wurden in Heilbronn keine Autos mehr gebaut, als Fiat-Vertretung existierte das Unternehmen aber weiter.
Modelle des Herstellers
500 C KOMBI
'Topolino'
Baujahr: 1949 - 1955
Schwestertyp des in Italien angebotenen Fiat 500 C Giarniera, von dem weitere 253.531 Stück gefertigt wurden.
500 SPIDER SPORT
Baujahr: 1937 - 1937
500 SPIDER SPORT
Baujahr: 1938 - 1948
Dieses Fahrzeug wurde bei NSU-Fiat im Werk Weinsberg auf der Basis des Fiat 500A gebaut. Die Karosserie wurde vom Dresdener Karosseriebauer Gläser entworfen und als Prototyp "Gläser" zur IAA 1937 präsentiert.

