NSU
1873 gründeten Christian Schmidt und Heinrich Stoll die „Mechanische Werkstätte zur Herstellung von Strickmaschinen“. Diese zog sieben Jahre danach nach Neckarsulm und nannte sich später analog zum Stadtnamen NSU.
Über Fahrräder und Motorräder landete die Firma 1906 schließlich bei der Autoproduktion, den Produktions- und Verkaufsschwerpunkt stellten jedoch auf Jahre hinaus die Motorräder. Diese Entscheidung erwies sich als elementar richtig, denn ohne die Motorräder hätte NSU die 20er Jahre wohl nicht überlebt. Die Automobilproduktion verschlang zu viel Geld, NSU musste seine Auto-Produktionsstätte 1928 an Fiat veräußern. Vier Jahre arbeitete man eng zusammen dann stieg NSU endgültig aus der Autoproduktion aus. Da das verbliebene Joint Venture als NSU-Fiat weiterhin Bestand hatte, gab es nun also gleich zwei Firmen, die das Kürzel als Firmennamen nutzten.
Die ursprüngliche NSU avancierte in den Folgejahren zu einem der größten Motorradhersteller der Welt, war aber weitsichtig genug, um Ende der 50er Jahre das Ende des Motorradbooms vorauszusehen. Also wollte man sich ein zweites Standbein verschaffen und kehrte in die Automobilproduktion zurück. Der berühmte Prinz wurde in seiner vierrädrigen Variante 1957 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Fusion mit der Auto Union
1969 erfolgte der Zusammenschluss mit der neu gegründeten Nachkriegs-Auto-Union, die zu diesem Zeitpunkt bereits Teil der Volkswagengruppe war. Fortan firmierte man als Audi NSU Auto Union AG, die später in Audi AG umbenannt wurde und von Neckarsulm nach Ingolstadt umzog. Der bereits 1967 erstmals produzierte NSU Ro 80 wurde noch bis 1977 vertrieben und geht somit als letztes NSU-Modell in die Geschichte ein.

