Opel
1863 begann Adam Opel in einem ehemaligen Kuhstall in Rüsselsheim die selbstständige Produktion von Nähmaschinen, welche 1868 in die Gründung der Nähmaschinenfabrik Adam Opel mündete. Adam Opel weigerte sich bis zu seinem Tod 1895 beharrlich, sich mit der Produktion von Autos zu beschäftigen, lediglich zur Konstruktion von Fahrrädern konnten ihn seine Söhne überzeugen.
1898 starteten diese mit der Übernahme der Firma des Dessauers Friedrich Lutzmann erste Versuche in der Automobilproduktion, die wegen Erfolglosigkeit jedoch schnell beendet wurden. Bereits 1902 entstanden jedoch in Kooperation mit dem Französischen Unternehmen Darracq die ersten eigenen Opel. Die Marke etablierte sich so schnell, dass bereits vier Jahre später die Trennung von Darracq erfolgte.
Schneller technischer Fortschritt und erfolgreiche Modelle wie der so genannte Doktorwagen 4/8 PS markierten die Erfolgsgeschichte von Opel hin zu einem der größten bzw. dem größten Automobilproduzenten Deutschlands.
Ein Meilenstein war dabei 1924 die Umstellung des Rüsselheimer Werkes auf Fließbandbetrieb, zu diesem Zeitpunkt einmalig in Deutschland. Diese Umstellung erlaubte die Massenproduktion des Laubfrosch, des letzten Erfolgsmodells in alleiniger Opel-Regie vor der Übernahme durch General Motors.
Ab 1929 wird die Unternehmenspolitik aus Detroit gesteuert
Marken wie der Kadett, der Olympia, der Super 6 und der Kapitän bzw. Admiral waren die ersten Ergebnisse dieser äußerst erfolgreichen Zusammenarbeit. Die Entwicklung zur Fließbandproduktion deckte sich perfekt mit der Unternehmensphilosophie des Riesen aus Detroit. 1940 wurde bereits der 1 millionste Opel produziert – trotzdem erlitt die Zusammenarbeit während des Krieges eine starke Belastungsprobe. Innerhalb der USA begründete GM die Kooperation mit hohen Gewinnen, diese hinderten die Alliierten und somit auch amerikanischen Bomber jedoch nicht, das Werk in Rüsselsheim schwer zu beschädigen.
Der Olympia und der Kapitän waren die ersten Modelle, die nach dem Krieg wieder in Rüsselsheim produziert werden. Ein neuer Kadett (das Vorkriegsmodell wurde als Moskvitch ab 1940 originalgetreu in der Sowjetunion nachgebaut) folgte einige Jahre später und steht auch heute noch sinnbildlich für die schnell fortgeführte Erfolgsgeschichte.
Image- und Qualitätsprobleme sorgten ab 1980 für einen Umsatzrückgang und die immer stärkere finanzielle Abhängigkeit von der Konzernmutter in den USA. Als es GM Ende der ersten Dekade des neuen Jahrtausends selbst immer schlechter geht, beginnt ein unwürdiges politisches Geschachere um einen eventuellen Verkauf des Traditionsunternehmens. Das Urteil der Geschichte über das einst von Adam Opel gegründete Unternehmen steht noch aus.
Modelle des Herstellers
1,2-LITER SEDAN
Baujahr: 1931 - 1933
1,5 LITER LIEFERWAGEN
Baujahr: 1939 - 1939
1,8-LITER
Baujahr: 1931
10/12 PS
Baujahr: 1902
10/35 PS OFFENER SECHSSITZER
'Spitznase'
Baujahr: 1924
Der repräsentative Opel 10/35 PS wurde als offener Sechssitzer und als Limousine gebaut.

