Packard
Kurz vor der Jahrhundertwende bauten die Gebrüder James und William Packard in Ohio ihr erstes Auto, den Typ A. Einmal auf den Geschmack gekommen, gründeten sie 1903 in Detroit die Packard Motor Car Company. Da im gleichen Jahr auch gleich eine neue Fabrik errichtet wurde, waren Packard im Hinblick auf den Produktionsprozess keine Grenzen gesetzt. Und diese Tatsache nutzen die Brüder und sie bauten Autos, die vom Anspruch und der Ausstattung her keine Vergleiche scheuen mussten. Da dies seinen Preis kostete waren die Packard vom Start weg eher für die Oberschicht bestimmt. Prominente, Vermögende, hohe Regierungsbeamte und gar Präsidenten fuhren Packard.
Bis hin zur Weltwirtschaftskrise, die im Anschluss an den 1. Weltkrieg ausbrach, liefen die Geschäfte somit gut für Packard, doch Anfang der 30er Jahre gingen auch hier die Verkäufe zurück. Packard reagierte einerseits, in dem die Autos noch exklusiver und damit noch teurer wurden. Diese Strategie war durchaus erfolgreich, zwar gelangen keine gigantischen Umsätze, aber das Unternehmen überlebte die schwierige Zeit. Andererseits wurde die Packard Elektronik-Sparte, die von den Brüdern schon lange vor Gründung der Packard Motor Company geführt wurde und auf Kabelbäume spezialisiert war, an General Motors veräußert.
1935 wurde die Firmenstrategie schließlich doch an die Marktlage angepasst und mit Clipper eine eigene Marke eigens für den niedrigen bzw. mittleren Preissektor kreiert.
Während des Krieges werden Rolls-Royce gebaut
Ab 1941 ruht bei Packard bis Ende des Krieges die Autoproduktion. Stattdessen wurden in Lizenz Rolls-Royce-Flugzeugmotoren für die US-Streitkräfte hergestellt. Die Dekade nach Kriegsende war für Packard eine Zeit der Orientierung, nur leider keine erfolgreiche. Erst versuchte man sich daran, die Clipper Reihe auszubauen, da man auf dem mittleren Segment größere Umsätze erhoffte. Im Preiskrieg gegen die drei Giganten Ford, GM und Chrysler hatte man allerdings keine Chance und wollte sich nun daran machen, die fast komplett an Cadillac verlorene Oberschicht als Käufer zurück zu gewinnen, was aufgrund mangelnder Qualität ebenfalls scheiterte. Dem inzwischen finanziell schwer angeschlagenen Unternehmen blieb scheinbar nur noch die Fusion, wobei hier Studebaker, Hudson und Nash ausgeguckt waren. Nash und Hudson verfolgten jedoch andere Pläne, so dass Packard 1954 schließlich Studebaker übernahm.
Der ehemalige Konkurrent war jedoch in einer noch schlechteren finanziellen Verfassung als Packard selbst und zudem deutlich größer. Die Studebaker Probleme schienen nun auch langsam Packard zu erdrücken. Unklares Design und minderwertige Teile sorgten für einen weiteren Niedergang der Traditionsunternehmen, die 1958 die Zusammenarbeit einstellten. Packard stellte daraufhin die Geschäfte ein.
Modelle des Herstellers
200 CONVERTIBLE
Baujahr: 1951
250 CONVERTIBLE
Baujahr: 1952
400
Baujahr: 1955
626 PHAETON
Baujahr: 1929 - 1931
Jane Harlow fuhr einen Packard Phaeton Baujahr 1931.
Es gab auch eine kürzere Version mit 323,1 cm Radstand.

