Peugeot
Zwar gilt Armand Peugeot als Gründer des Peugeot-Werkes, doch letztlich hat der Franzose damit nur das Familiengeschäft fortgeführt. Unternehmerische Spuren des Peugeot-Klans lassen sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen, interessant wurde es im Hinblick auf die Automobilproduktion jedoch erst im 19. Jahrhundert. 1810 bauten die Brüder Jean-Frederic und Jean-Pierre Peugeot auf dem Familiengelände im ehemals württembergischen Montbeliard eine Eisengießerei. Mühlen, Klingen, Federn und allerlei andere metallische Produkte wurden fortan von den Peugeot-Brüdern hergestellt und dies so erfolgreich, dass das Unternehmen schon bald und schnell wächst. Der daraus resultierende Profit wird zu großen Teilen in die Belegschaft investiert. Pensionen, medizinische Versorgung und gar Wohnungen – die Familie Peugeot bedankte sich bei ihren Mitarbeitern auf sehr großzügige Art und Weise.
Jean-Pierres Enkel Armand Peugeot lernte bei seinem Studium in England die Vorzüge des bis dahin in Kontinental-Europa noch nicht besonders verbreiteten Fahrrades kennen und beschloss 1881, dieses zu produzieren.
Innerhalb nur eines Jahrzehntes etablierte sich Peugeot als Hersteller einer ganzen Reihe unterschiedlichster Fahrräder und war dabei so erfolgreich, dass Armand und sein Bruder Eugene beschlossen, fortan im „Fortbewegungs-Gewerbe“ zu bleiben und Autos zu bauen.
Bugatti und Daimler standen Pate
Nach ersten Versuchen mit Dampfmotoren übernahmen die Peugeots Ende des 19. Jahrhunderts für einige Jahre die bewährten Motoren von Gottlieb Daimler. Aufgrund des hohen technischen Anspruches der Brüder genügten die Daimler-Motoren ihnen schon bald nicht mehr und sie entwickelten eigene Antriebe. Mit Ettore Bugatti gewährte 1913 ein weiterer großer Name der Automobilszene seine Unterstützung. Bugatti konstruierte den Bebe, einen äußerst erfolgreichen Peugeot-Kleinwagen.
Peugeot erwies sich als sehr stabiles Unternehmen, dessen guten Umsätze und Gewinne auch durch den zweiten Weltkrieg keinen nachhaltigen Negativ-Trend hinnehmen mussten. Die Übernahme von Citroën (1976) und den europäischen Chrysler-Töchtern (1978) war zwar finanziell mühsam, konnte aber ebenfalls gemeistert werden. Vielmehr stieg die somit neu gegründete PSA zum Global Player auf und zählt inzwischen zu den weltweit größten Automobilproduzenten.
Modelle des Herstellers
104
Baujahr: 1972 - 1980
104 COUPE
Baujahr: 1974 - 1978
104 GL
Baujahr: 1981 - 1988
104 SL
Baujahr: 1976 - 1979
104 ZS
Baujahr: 1976 - 1988
172 R QUADRILETTE
Baujahr: 1922 - 1928
Der 172 R war der erfolgreichste Typ der 172er Serie. Er wurde im Werk Souchaux gebaut.

