Princess
Princess wurde 1975 als Marke von British Leyland gegründet und sollte den schleichenden Niedergang des Unternehmens stoppen. Dazu griff das Leyland-Management tief in die Kiste der Geschichte, denn der Name Princess fand bereits 1947 erstmals als Zusatz für einen Austin Gebrauch. Princess repräsentierte Exklusivität, denn der Name wurde primär für Vorführmodelle oder auch für Kleinserien der Austin-Tochter Vanden Plas genutzt.
Daran erinnerte man sich bei Leyland, als es galt, das durch massive Qualitätsprobleme bei den Leyland-Marken Austin, Morris und Wolseley arg geschädigte Image zu verbessern. Die eigentlich angedachte Modelloffensive für die genannten Marken wurde kurzerhand verworfen, die neuen Entwürfe stattdessen in der Princess-Marke vereint.
Es mag angesichts der tiefgründigen Probleme im British-Leyland-Konzern leicht dahin gesagt sein, aber anstelle einer neuen Marke hätte man wohl besser Autos mit guter Qualität verkauft. Denn leider bestätigten die Princess nur die Vorbehalte der (vermeintlichen) Käuferschaft. Die Princess waren ein Misserfolg, 1982 wurde die Marke wieder aufgelöst, danach versuchte British Leyland, Austin als Vorzeigemarke zu etablieren.

