Riley
Die Riley Motor Manufacturing Company wurde 1913 von Percy Riley gegründet, um sich der Automobilproduktion zu widmen. Was sich so einfach liest, war letztlich wesentlich komplizierter. Mehrere Riley-Familienmitglieder hatten diverse Firmen gegründet, die allesamt in irgendeiner Form mit dem Bau von Autoteilen beschäftigt waren. Percy Riley unternahm 1918 den Versuch, diese zu bündeln, was letztlich dazu führte, dass die ursprünglich von seinem Vater geleitete Riley Limited, die ihre Ursprünge weit im 19. Jahrhundert als Bonnick Cycle Company hatte, die Automobilproduktion übernahm (geleitet von Percys Bruder Stanley), während die Riley Motor Manufacturing Company (geleitet von einem weiteren Bruder, Alan) sich um die Karosserien kümmerte. Percy selbst leitete die für die Motoren-Entwicklung zuständige Riley Engine Company.
In dieser Konstellation schickte sich die Riley-Familie also an, die Automobilwelt zu erobern. Im Motorsport konnten hervorragende Ergebnisse erzielt werden, die aus den Sportwagen entwickelten Straßenmodelle wussten zudem mit ihren eleganten Karosserien zu gefallen. Die Zeit zwischen den zwei Weltkriegen bescherte Riley 20 goldene Jahre. In diesen produzierte man eine schier unübersehbare Masse an diversen Modellen und Typen – eine Strategie, die nur bei reiner Massenproduktion erfolgreich sein kann. Bei Riley setzte man aber auf Qualität, was eine sehr kostspielige Produktion erfordert. Lange Rede, kurzer Sinn: Die Kosten fraßen Riley auf.
Die Folge war die Übernahme durch die Morris Motor Company und der damit verbundene Übergang in die Nuffield Organisation bzw. später in die British Leyland. Das Schicksal, das viele in der British Leyland zusammengefasste Marken früher oder später ereilte, traf Riley etwas früher: Die Konturen der Marke gingen verloren, es gab keine erkennbare Abgrenzung zu Wolseley- oder Morris-Modellen. 1969 wurde der letzte Riley hergestellt. Die Markenrechte liegen heute bei BMW, Gerüchte über eine Wiederbelebung haben sich bislang nicht bestätigt.
Modelle des Herstellers
1.5 LITRE
Baujahr: 1957 - 1965
1.5 LITRE KESTREL SALOON
Baujahr: 1935 - 1938
1.5 LITRE RMA
Baujahr: 1946 - 1952
1.5 LITRE RME
Baujahr: 1952 - 1955
105 TRANSFORMABLE COUPE KOENG
Baujahr: 1949
Das Auto wurde als Einzelstück auf der Basis eine Riley 2.5 Litres-Chassis vom Baseler Karosseriehersteller Walter Koeng gebaut. Das Design stand bei anderen Konstruktionen Pate, so zum Beispiel das Dach bei der späteren Chevrolet Corvette.

