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Rolls Royce

1903 baut der Ingenieur Henry Royce 3 Autos, die von seiner auf den Bau und Vertrieb von Elektroanlagen ausgerichteten Firma Royce Ltd. finanziert werden. Diese drei Prototypen begeistern mit Fahrverhalten und Qualität auf Anhieb. Einer der Aktionäre von Royce Ltd. stellt daraufhin den Kontakt zwischen Henry Royce und dem Luxusautoverkäufer Charles Rolls her. Auch Rolls fährt einen der drei Wagen und ist umgehend interessiert. Rolls und Royce gehen per Handschlag eine Partnerschaft ein: Rolls verkauft die Autos, die Royce baut.

Bis 1906 sollte es noch dauern, bis der erste Rolls Royce zum Verkauf angeboten wurde. Die beiden Firmen der Namensgeber hatten in Manchester inzwischen zur Rolls Royce Ltd. fusioniert.

Doch das Warten der Kunden hatte sich gelohnt: Der in London präsentierte Silver Ghost wurde gleich zum Markenzeichen des jungen Unternehmens und diente fast 20 Jahre weitestgehend als einziges Modell (in verschiedenen Ausführungen) von Rolls Royce – ab 1911 auch mit der berühmten Kühlerfigur „Spirit of Ecstasy“.

Während des ersten Weltkriegs entwickelte Rolls Royce dann sein zweites Standbein neben den seit dem Silver Ghost mancherorts als beste Autos der Welt geltenden Limousinen: Die Entwicklung und Produktion von Flugzeugmotoren. Der Ingenieur Royce, der eigentlich von seinen Produkten überzeugt hätte sein sollen, bestieg der Legende nach trotzdem nie ein Flugzeug. Verdenken kann man es ihm nicht, denn seinem Partner Rolls wurde die Liebe zum Fliegen 1910 zum Verhängnis, als er bei einem Umfall ums Leben kam.

Expansion zwischen den Weltkriegen

Der nachhaltige Erfolg des Unternehmens ebnete den Weg zur Expansion: 1919 wurde eine eigene US-Niederlassung in Springfield/Massachusetts gegründet, die seit 1923 auch eigene Autos herstellte. In erster Linie unterschieden sich diese von ihren englischen Verwandten allerdings lediglich durch die Seite des Lenkrades. 1931 wurde der bisherige Rivale Bentley übernommen, der durch die Weltwirtschaftskrise ins Straucheln gekommen war. Zwar wurden weiterhin getrennte Modelle angeboten, diese waren jedoch bis auf kleine Details nahezu identisch.

Im Rolls Royce Portfolio ersetzte der Phantom den Silver Ghost als dominierende Produktlinie und half dem Unternehmen bei seiner Legendenbildung. Erstmals in ein etwas schiefes Licht geriet der bis dahin makellose Markennamen 1971. Bedingt durch Probleme bei der Entwicklung eines Flugzeugsmotors musste man Konkurs anmelden. Um so eine Entwicklung nach der vorübergehenden Verstaatlichung zu verhindern, wurden Auto- und Flugzeugmotorenproduktion getrennt. 1980 wurde erst das Rüstungsunternehmen Vickers, 1998 nach einer Übernahmeschlacht mit VW schließlich BMW Besitzer der Autosparte. Bentley wurde als Teil der Übernahmemodalitäten dem VW-Konzern einverleibt.

Schon in wenigen Jahren wird sich daran aber wohl niemand mehr erinnern, was bleiben wird ist die Strahlkraft der Marke und des Namens Rolls Royce.

Modelle des Herstellers

20 HP

Baujahr: 1922 - 1929

20 HP OPEN TOURER

Baujahr: 1929 - 1936

Bild Rolls Royce 20 HP Open Tourer 1929-1936 1

20/25 HP

Baujahr: 1929 - 1936

Bild Rolls Royce 20/25 HP 1929-1936 1

20/25 HP 4-D 6L SALOON MULLINER

Baujahr: 1929 - 1936

Bild Rolls Royce 20/25 HP 4-D 6L SALOON (MULLINER) 1

"4-D" in der Typenbezeichnung steht für "4 doors", "6L" für "6 (front) lights". "Mulliner" für den Karosseriebauer.

20/25 HP ALL WEATHER

Baujahr: 1929 - 1936

Bild Rolls Royce 20/25 HP All Weather 1929-1936 1

20/25 HP CONVERTIBLE

Baujahr: 1929 - 1936

Bild Rolls Royce 20/25 HP Convertible 1929-1936 10

20/25 HP HOOPER SPORTS SALOON

Baujahr: 1929 - 1936

Bild Rolls Royce 20/25 HP Hooper Sports Saloon 1929-36 1

20/25 HP SALOON MULLINER

Baujahr: 1936

Bild Rolls Royce 20/25 HP Saloon Mulliner 1936 1

25/30 HP

Baujahr: 1936 - 1938

Bild Rolls Royce 25/30 HP Thrupp Maberly 1936 1

Die Karosserie des gezeigte Fahrzeugs ist eine sehr beliebte Variante der Fa. Thrupp & Maberly, Baujahr 1936.

25/30 HP LANDAULET HOOPER

Baujahr: 1936 - 1938

Bild Rolls Royce 25/30 HP Landaulet Hooper 1936-1938 1

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