Volkswagen
1934 wird Volkswagen gegründet, der Begriff eines Volkswagens beschäftigte die Deutsche Industrie allerdings bereits einige Jahre früher. Bereits in den 20er Jahren wurden in den USA (Ford) und England (Austin) massentaugliche Autos produziert und auch in Deutschland, wo die Straßen eine zunehmend bessere Qualität aufwiesen, wurde der Ruf nach einem solchen Auto immer lauter. Da die Autoindustrie in Deutschland zu diesem Zeitpunkt aber eher aus kleineren, unabhängigen Unternehmen, denn aus großen Konzernen bestand, scheiterte es an der Umsetzung. Lediglich Opel versuchte sich mit dem auch recht erfolgreichen Laubfrosch, sah sich aber auch nicht in der Lage, den Verkaufspreis so niedrig zu gestalten, dass eine massenhafte Verbreitung möglich erschien.
Der Ingenieur Ferdinand Porsche wird 1931 mit Machbarkeitsstudien beauftragt, Zündapp und NSU versuchen sich an der Umsetzung. Es wurde jedoch deutlich, dass keiner der zu diesem Zeitpunkt bestehenden deutschen Automobilbauer in der Lage war, dieses Projekt zu stemmen und so wurde von Porsche und dem Reichsverband der Automobilindustrie die Entscheidung getroffen, ein geeignetes Werk zu bauen. Nachdem ab 1935 einige Prototypen des Volkswagens mit einer von Erwin Komenda entworfenen Karosseriebei Daimler-Benz gebaut worden waren, fiel 1937 der Startschuss für den Bau der Fertigungsstätte, die nicht mehr und nicht weniger war als die größte und modernste Automobilfabrik der Welt.
Für den VW wird eine eigene Stadt gebaut
Auf dem „platten Land“ in der Nähe von Fallersleben wird das gigantische Projekt in Angriff genommen, die daraus entstandene Stadt Wolfsburg wird offiziell erst 1945 gegründet, in den sieben Jahren zuvor heißt sie „Stadt des KdF Wagens bei Fallersleben“, wobei KdF für Kraft durch Freude steht.
Während des nun beginnenden Krieges wird das Werk zur Produktion von Kriegsfahrzeugen genutzt, der bald als Käfer bekannte VW wurde ab 1945 hergestellt und war somit Antrieb, Begleiter und Folge des deutschen Wirtschaftswunders. Als knapp 60 Jahre später in Mexiko der letzte Käfer produziert wird, kann er auf die erstaunliche Zahl von 24 Mio. Vorgängern zurückblicken.
Der VW-Konzern erfuhr relativ schnell, dass er letztlich nur für diesen einen Zweck erschaffen wurde, denn nach der Auslagerung der Käfer-Produktion geriet das Unternehmen vorübergehend in Turbulenzen, bevor mit dem Golf ein neuer Volkswagen eine ähnliche Erfolgsgeschichte schrieb.
1965 kam es zudem zu einer weiteren einschneidenden Änderung in der Konzernstruktur, als nach der Übernahme der Auto Union von Mercedes-Benz aus dem ursprünglichen Ein-Auto-Konzern eine Mehr-Marken-Gruppe wurde. Eine der in der Auto Union vorhandenen Marken, nämlich Audi, schrieb unter dem Volkswagen-Dach anschließend eine ganz eigene Erfolgsgeschichte und emanzipierte sich im Laufe der Jahre immer deutlicher vom „Wagen-für-jedermann-Image“ des VW-Konzerns. Im Laufe der Jahre bereicherten weitere renommierte Marken wie Bentley, Lamborghini, Skoda und 2009 schließlich Porsche das VW-Portfolio.
Modelle des Herstellers
1200
'Käfer'
Baujahr: 1953 - 1957
Die "Standard"-Version dieses Typs wurde ausschließlich in grau geliefert und trug deshalb den Spitznamen "Eselchen".
1200
'Käfer'
Baujahr: 1960 - 1965
Die Export"-Modelle hatten Aufsätze auf den Stoßstangen, um ausländischen Vorschriften zu genügen.

