Volvo
Bereits 1915 wurde Volvo als Tochtergesellschaft des schwedischen Kugellagerherstellers SKF gegründet. Zu diesem Zeitpunkt war eine Autoproduktion jedoch noch kein Thema, erst 7 Jahre später überzeugten die beiden leitenden SKF-Angestellten Assar Gabrielsson und Gustaf Larson ihren Vorstand davon, sich in der Automobilherstellung zu versuchen. Da Volvo zu diesem Zeitpunkt nicht benötigt wurde, reaktivierte man die Tochter mit dem auch für Autos passenden Namen (lateinisch für „Ich rolle“) und befand sich fortan in der Automobilbranche.
Aufgrund des harten schwedischen Klimas in weiten Teilen des Landes war die heute berühmte Zuverlässigkeit des Volvo von Anfang an überlebenswichtig, um sich auf dem Heimatmarkt zu behaupten. In den Anfangsjahren gelang dies nur bedingt. Einerseits wurden eher geringe Stückzahlen verkauft, andererseits konnte Volvo überleben – seit 1935 sogar unabhängig. Gabrielsson und Larson hatten wirtschaftliche Machbarkeitsstudien angelegt - nachdem die ersten Testautos produziert worden waren und noch bevor die Serienproduktion gestartet wurde. Offensichtlich hatten die beiden Herren also ihre Hausaufgaben gemacht.
Das erste richtige Erfolgsmodell erlebte seine Premiere 1947. Der PV444, in Deutschland als Buckelvolvo berühmt, wurde insgesamt fast eine halbe Millionen mal verkauft – frühere Volvo-Modelle brachten es nicht einmal auf fünfstellige Verkaufszahlen.
Volvo forscht für die Sicherheit
Während der Buckelvolvo das erste Fahrzeug war, welches vom Werk mit einem Dreipunktgurt ausgerüstet wurde, ist es einem anderen Modell vorbehalten, eine weitere Errungenschaft erstmals zu präsentieren. Im 1956 vorgestellten P120, dem Amazon, werden Kopfstützen serienmäßig eingebaut. Volvo festigt damit sein Image als Hersteller besonders sicherer Autos.
Anfang der 90er Jahre setzte Volvo mit der Entwicklung sehr kantiger und leistungsfähiger Kombis noch einmal einen Schwerpunkt, mit dem die Schweden ihrem Image treu blieben.
So solide die Autos, so turbulent verlief zeitweise die Unternehmensgeschichte. Heute gibt es gleich zwei Firmen namens Volvo. Zum einen die Volvo Group, eine schwedische AG, die sich auf die Produktion von Industriemotoren und Nutzfahrzeugen beschränkt. Zum anderen Volvo Cars, die den PKW-Bau fortsetzt und inzwischen Teil von Ford ist. Immer wieder gab es Gerüchte über einen Verkauf oder den Übergang in die Selbstständigkeit, doch bis Ende 2009 war noch kein tragfähiges Konzept gefunden, so dass Volvo in der Ford-Familie verblieben ist.

